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Meinung zu gegennagelpilz

Gegen Nagelpilz

Gegen Nagelpilz helfen auch klassische Methoden

Nagelpilz ist lästig und erfordert meist eine lange Therapie, bis der Nagel wieder vollkommen intakt ist. In den letzten Jahren wurde intensiv in Sachen Behandlung geforscht.

Obwohl es allerhand neue Behandlungsmethoden gibt, hat die Anwendung von klassischen Mitten, die von einem Arzt verschrieben werden können, längst nicht ausgedient. Ganz im Gegenteil. Noch immer finden Nagellack und Co in puncto Nagelpilz Behandlung sehr viel Aufmerksamkeit.

Allen voran ist hier die Behandlung mit antimykotischen Nagellacken oder Medikamenten zu nennen. Ein Vorteil ist, dass sich Betroffene mit diesen Mitteln selbst behandeln können. In der Apotheke werden beispielsweise entsprechende Sets angeboten, die alles bereithalten, was für die Behandlung vom Nagel gebraucht wird.

Hausmittel können den Pilzbefall lindern

Hausmittel können den Pilzbefall lindern

Natürlich kann auch auf Therapien mit Hausmitteln zurückgegriffen werden. Ob diese jedoch den gewünschten Erfolg bringen, ist fraglich. Nicht alle Hausmittel schlagen bei allen Patienten an.

Ist der Nagelpilz diagnostiziert, wird der befallene Nagel desinfiziert und dann weit zurückgeschnitten. Danach setzt die Heilbehandlung mit Lacken und Medikamenten ein. Für die Patienten ist das Vorgehen gegen Nagelpilz eine Aufgabe, die tägliche Disziplin erfordert, da sie  einen Speziallack auftragen und/oder Tabletten einnehmen müssen. Hausmittel und die klassische Behandlung gehen mit einem recht langen Zeitfenster einher, müssen aber regelmäßig angewandt werden, um die gewünschten Ergebnisse schließlich auch zu erzielen.

Auch wenn sich viele klassische Medikamente wie spezielle Nagellacke in der Apotheke erstehen lassen, sollte der Gang zum Arzt oder spezialisierten Heilpraktiker nicht fehlen. Laien können im ersten Moment nicht immer eindeutig sagen, dass es sich tatsächlich um Nagelpilz handelt.

Nachteile von Nagellacken und Medikamenten

Ohne Zweifel ist die klassische Behandlung geläufig, doch sie hat auch gewisse Nachteile.

Vor allem aufgrund des langen Zeitfensters, das erforderlich ist, sowie der Inhaltsstoffe, die die Medikamente aufweisen, ist sie nicht vollkommen unbedenklich für den Körper.

Des Weiteren belastet die Medikamenteneinnahme den Körper (vor allen Dingen die Leber). Das ist auch der Grund, warum sich ein Patient während einer klassischen Nagelpilz Therapie regelmäßigen Blutuntersuchungen unterziehen muss.
Die lange, medikamentöse Behandlungsdauer von ca. einem Jahr und länger ist eine Belastung für den Patienten.
Diese Behandlungsformen sind außerdem nicht für Schwangere geeignet. Sie müssen den Nagelpilz bis zur Geburt ertragen und können ihn bis dahin nur mechanisch behandeln lassen.
Nagellacke können zudem nur angewandt werden, solange die oberen Hautschichten vom Nagelpilz befallen sind.
Liegen die Sporen schon im Bereich der Nagelfalz, besteht von dort aus eine weiter vorhandene Infektionsquelle, die dann mit Tabletten behandelt werden muss.

Nur so können die pilzhemmenden Medikamente über die Blutbahn zum Ort des Geschehens gelangen.

Leider kommt es immer wieder zu Misserfolgen bei diesen Formen der klassischen Behandlung, da die Hohlräume der Nägel ebenfalls Nagelpilzsporen enthalten können. Da diese nicht mehr über die Blutbahn erreicht werden, muss dann kombiniert mit Salben gearbeitet werden, die diese Hohlräume erreichen, bzw. die Nagelplatte von außen durchdringen.
Durch darin enthaltene Stoffe, wie Kalium jodatum oder Harnstoffextrakte, gelingt es (allmählich) die Nagelsubstanz aufzulösen.

Doch alle klassischen Behandlungsformen sind nicht vollkommen risikofrei und ziehen eben auch gewisse Belastungen nach sich.

Mittel gegen Nagelpilz richtig anwenden

Wie bereits erwähnt, brauchen die Patienten im Kampf gegen Nagelpilz einen langen Atem und sehr viel Geduld.

Die Anwendung zieht sich über ein beachtliches Zeitfenster und setzt immer auch eine gewisse Regelmäßigkeit voraus. Häufig ist es zudem erforderlich, viele Präpa­rate miteinander zu kombinieren, um tatsächlich alle Schichten des Nagels zu erreichen. Es gibt auch einige natürliche Mittel wie Teebaumöl, die im Kampf gegen Nagelpilz helfen. Doch wie bei den klassischen Medikamenten muss auch bei ihnen eine langfristige Nagelpilzpflege angestrebt werden.

medikamenteBei der Verwendung von Nagellack und der Einnahme von Tabletten müssen sich die Patienten genauestens an die Anweisung des Arztes halten. Der medizinische Nagellack muss je nach Hersteller und Inhaltsstoffe in unterschiedlichen regelmäßigen Zeitfenstern angewandt werden. Bei einigen Nagellacken ist eine Heilbehandlung vom Nagel im Abstand von drei Tagen erforderlich, bei anderen wird dagegen einmal in der Woche der Nagellack aufgetragen. Die Häufigkeit sagt nichts über die Wirksamkeit aus.

Ist der Nagelpilz schon fortgeschritten, reicht für die Behandlung der Nagellack nicht mehr aus. In diesem Fall muss häufig noch ein Antipilzmittel angewendet werden. Neben Nagellack bieten sich auch spezielle Cremes an, die über die erforderlichen Inhaltsstoffe im Kampf gegen Nagelpilz verfügen. Am besten sollte das Prä­pa­rat am Abend angewendet werden. Während der Nacht haben sie ausreichend Zeit, um schließlich in den Nagel einzudringen und dort zu wirken. Bereits am nächsten Morgen kann wie gewohnt geduscht werden, ohne dass sich das Mittel wieder löst.

Im Rahmen der Nagelpilz Pflege ist Gründlichkeit das A und O, denn nur so kann der Pilz letzten Endes richtig bekämpft werden. In einigen Fällen müssen auch Tabletten eingenommen werden. Dies ist meist dann der Fall, wenn sich der Pilz nicht mehr auf den Nagel beschränkt, sondern bereits ins Nagelbett eingedrungen ist. Sobald dies geschehen ist, kann er nicht mehr herauswachsen. Aus diesem Grund muss dann auf spezielle Tabletten zurückgegriffen werden. Auch in ihnen sind Wirkstoffe gegen den Nagelpilz enthalten. Doch die Tabletten versprechen keine schnellere Wirkung. So müssen auch sie bis zu einem Jahr angewendet werden. Da die Tabletten negative Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand haben können, ist es wichtig, dass sich der Betroffene regelmäßig einer Blutabnahme unterzieht.

Einwegnagelfeilen sind unerlässlich

In der Therapie sind Einwegnagelfeilen unerlässlich. Zudem muss darauf geachtet werden, dass sich die Pilzsporen nicht weiter ausbreiten.

Hierfür müssen Socken und Handtücher beispielsweise bei 60 Grad gewaschen werden. Darüber hinaus müssen neben der Nagelschere auch die Schuhe in regelmäßigen Abständen desinfiziert werden. Ist der Nagel betroffen, muss nach dem Duschen darauf geachtet werden, dass die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden. Die Pilze mögen es am liebsten, wenn es schön warm und feucht ist.

Wurden Nagelfeilen bereits benutzt, sollten sie nach der Benutzung entsorgt werden. In den Feilen sammeln sich die Pilzsporen während der Pflege an. Dadurch können sie beim erneuten Feilen auf die Nägel übertragen werden. Sind die Nägel vom Nagelpilz betroffen, sollten bevorzugt Einwegnagelfeilen verwendet werden.

Infektion ist weitverbreitet

Dass es heute so viele Möglichkeiten für die Behandlung von Nagelpilz gibt, liegt vor allem seiner Häufigkeit zu Grunde.

Immerhin hat allein in Deutschland schon jeder Vierte irgendwann einmal mit ihm Bekanntschaft gemacht. Bei ihnen handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die erster Linie durch Fadenpilze ausgelöst wird.

Hygiene ist wichtig

Hygiene ist wichtig

Die Pilzerreger sind heute an zahlreichen Orten zu finden. Vor allem in der Sauna oder im Schwimmbad fühlen sie sich besonders wohl und werden beim Barfußlaufen eingesammelt. Sind sie einmal am Fuß, können sie sich dort problemlos ausbreiten. Häufig kämpfen die Betroffenen nicht nur mit Nagelpilz, sondern leiden auch unter Fußpilz. Beim Laufen in Schuhen entsteht ein für die Nagelpilze hervorragendes Klima. Bei Wärme und Feuchtigkeit können sie sich hervorragend ausbreiten. Dabei gelangen die Pilzerreger durch ganz kleine Risse unter die Haut und können sich dort schließlich einnisten. Meist entsteht auf diesem Weg zuerst Fußpilz. Dieser greift dann jedoch auf den Nagel über, sodass Nagelpilz entsteht.

Die Übertragung der Infektion geschieht schnell. Meist verlieren die Erkrankten winzige Haut- und Nagelschuppen. Gelangen diese an einen gesunden Nagel, können sie dort den berüchtigten Nagelpilz auslösen. Nagelpilz kann sowohl an den Händen als auch den Füßen auftreten, wobei die Nägel an den Füßen meist häufiger betroffen sind. Durch den Nagelpilz kann es zur Bildung von kleinen Bläschen kommen. Sie hinterlassen bei den Betroffenen ein eher unangenehmes Spannungsgefühl.

Grundsätzlich gilt, dass neben Nagellacken und Medikamenten auch Hausmittel durchaus überraschende Ergebnisse an den Tag bringen können. Aber leider mit der Betonung auf Überraschung. Denn die Regel ist sie nicht.

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