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Essigessenz gegen Nagelpilz-Befall: Wie wirkt das Hausmittel?

Pilzinfektionen der Finger- oder Zehennägel zeigen sich mit Verfärbungen oder Deformierungen. Nagelpilz (Onychomykose) wird durch Hefe- und Schimmelpilze sowie Dermatophyten (Fadenpilze) ausgelöst. Nicht jeder will gleich schweres Geschütz auffahren und den Nagelpilz mit Medikamenten bekämpfen. Manchmal können auch Nagelpilz-Hausmittel helfen. Neben Olivenöl und Salzwasser steht Essigessenz hoch im Kurs. Allerdings wird der Erfolg dieser Behandlungsmethode von Medizinern, Heilpraktikern und Fußpflege-Experten angezweifelt. Wirkt das Hausmittel und wenn ja, wie?

Eignet sich auch normaler Essig zur Behandlung von Nagelpilzinfektionen?

Unter die Kategorie Hausmittel fallen alle Präparate mit Substanzen, die nicht der Gruppe der Medikamente angehören. Zudem verwendet fast jeder mehrere Mittel im eigenen Haushalt, womit sich der Begriff ebenfalls erklären lässt. Haushaltsessig wir relativ häufig gegen Nagelpilzinfektionen eingesetzt. Das Würz- und Konservierungsmittel soll ähnlich wirken wie Antimykotika (Antipilzmittel), jedoch gibt es für diese Annahme keinerlei wissenschaftliche Belege. In Essig ist Säure enthalten, die Pilze abtöten soll, da Hefe- oder Schimmelpilze nur in einem basisch-neutralen Milieu leben können. Um einen Effekt zu erzielen, sollte Essig mindestens fünf Prozent Säuregehalt aufweisen. Zur Nagelpilzbehandlung kommt deshalb oft Obstessig zur Anwendung.

Essigessenz – stark säurehaltig und nebenwirkungsreich

 Im Gegensatz zu Obstessig oder Haushaltsessig mit fünf Prozent Säureanteil ist Essigessenz eine stechend riechende Essigsäurelösung mit 25 Prozent Säuregehalt. Anwender empfehlen, Essigessenz bis zu drei Mal täglich mit einem Wattestäbchen auf die infizierten Areale aufzutragen. Nicht befallene Nägel sollten mit klarem Nagellack geschützt werden. Essigessenz hat eine höhere Wirksamkeit bei der Behandlung von Nagelpilz als Speiseessig. Der Lebensmittelzusatzstoff ist wegen seines hohen Säuregehalts jedoch entsprechend aggressiv und löst bei vielen Anwendern erhebliche Nebenwirkungen aus. Auf Hautbereichen um die Nägel herum kann es zu starken Reizungen mit extremem Brennen und starken Rötungen kommen. Auch die befallenen Nägel nehmen häufig Schaden. Da die Nageloberfläche bereits durch die Keime angegriffen ist, besteht das Risiko, dass es beim Auftragen stark säurehaltiger Essigsorten zu weiteren Beeinträchtigungen kommt.

Essig-Fußbäder als Präventionsmaßnahme

Viele schwören auf eine vorbeugende Behandlung mit Essig, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Essig-Fußbäder sollen der Prävention dienen, doch auch in diesem Fall existieren keine wissenschaftlich fundierten Nachweise. Viele Menschen berichten, dass Essig gegen Nagelpilz hilft, andere spüren überhaupt keine Wirkung. Eine Nagelpilz-Behandlung mit Essig oder Essigessenz dauert in jedem Fall seine Zeit. Wichtig ist, den Verlauf der Pilzinfektion genau zu beobachten und bei einer Ausdehnung einen Mediziner oder Heilpraktiker aufzusuchen. Wer Essig-Fußbäder als vorbeugende Maßnahme einsetzen will, kann zweimal pro Woche für etwa 20 Minuten seine Füße in einem Wasser-Essigbad im Mischungsverhältnis ein Liter Wasser und ein halber Liter Essig baden.

Hohe Heilungsrate mit Laserbehandlung gegen Nagelpilz

Nagelpilz ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit und kann überaus hartnäckig sein. Bei einer nicht korrekten Behandlung, was auch auf Hausmittel wie Essig oder Teebaumöl zutrifft, kann sich der Pilz rasant ausbreiten. Nagelpilz-Hausmittel eignen sich deshalb eher als ergänzende Maßnahme. Neben Antimykotika, die auch frei verkäuflich in der Apotheke angeboten werden, sind Laserbehandlungen gegen Nagelpilz auf dem Vormarsch. Die Heilungsquote bei Anwendung eines Lasers ist Studien zufolge hoch. Experten für Laser-Nagelpilz-Therapien informieren über die Möglichkeiten der Lasertechnik, einer noch recht jungen, aber Erfolg versprechenden Methode, um Nagelpilzbefall anhaltend zu stoppen.

Foto: © Marina Lohrbach – Fotolia.com

 

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