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Fußschmuck in Indien – Tradition mit ritueller Bedeutung

Schmuck ist nicht nur am Hals oder am Arm schön anzusehen, auch Fußschmuck erfreut sich großer Beliebtheit. Doch während Fußkettchen oder Zehenringe in europäischen Gefilden als hübsche Accessoires fungieren, folgt Fußschmuck in Indien einer langen Tradition mit ritueller Bedeutung.

Der Trend, die Füße dekorativ zu verschönern, stammt aus alten Kulturen. Bei den Kelten, Ägyptern und Indern war Fußschmuck ein Erkennungszeichen für Luxus. Wer reich war, musste im Gegensatz zum normalen Volk nicht viel gehen und konnte sich das Tragen schwerer Ketten, Glöckchen, Ringe und Rasseln leisten. In Indien wurden zunächst nur Silberketten am Fuß getragen, da goldener Schmuck aufgrund seiner Reinheit nur an Armen, Kopf oder Hals erlaubt war.

Fußketten, Fußringe und Fußreifen in massiven Designs

Fußschmuck wurde jedoch in allen Kulturen immer auch von Männern getragen und war hier mehr als Armschmuck ein Erkennungszeichen für großen Reichtum. Seit etwa 800 v. Chr. ist das Tragen von Fußschmuck überliefert. Bei Graböffnungen in Ägypten entdeckten Archäologen goldene Schmuckstücke in opulenter Schmiedekunst, die Pharaonen am Fußgelenk trugen.

Je nach Kultur hat Fußschmuck unterschiedliche Bedeutungen. In Indien schmücken Frauen ihre Füße mit Fußketten, Fußringen und Fußreifen in massiven Designs. Oft sind die edlen Stücke üppig mit Rasseln oder Glöckchen verziert. Bei einer Hochzeit trägt nicht nur die Braut, sondern auch der Bräutigam ein Fußband als Zeichen der Verbundenheit. Nach der Zeremonie verbleibt das Band am Fuß der Frau, Männer nehmen es meistens wieder ab. Auch ornamentale Fußbemalungen in Form von Henna-Tattoos dienen in Indien als traditioneller Fußschmuck.

Dezente Fußzierde in westlichen Kulturen

In Indien trägt fast jede Frau klingende Fußketten oder Fußreifen, in der Regel an beiden Fußgelenken. Ursprünglich als Schutz vor Schlangenbissen. Im westlichen Kulturraum ist eher die dezente Fußzierde gefragt. Feine Silber- und Goldkettchen, Kordeln und Lederbänder sind die Favoriten, schwere Fußreifen werden eher als störend empfunden. Ebenso kommen mit Mustern verzierte Zehenringe in allen Farben bei Deutschen, Italienern und Franzosen gut an. Inzwischen schmücken auch immer mehr Männer ihre Fußgelenken mit Lederband oder Gliederkette.

Wer Fußschmuck tragen möchte, sollte jedoch unbedingt auf gepflegte Füße achten. Bei mangelnder Fußpflege oder durch Zehenringe in engen Schuhen kann es zu kleinen Verletzungen kommen, die die Bildung von Fußpilz, Nagelpilz und Verhornungen begünstigen. Sollten Fußbeschwerden auftreten, ist fachlicher Rat sinnvoll. Dermatologen, Podologen oder Naturheilkundler verhindern mit gezielten Behandlungen schwerwiegende Folgeschäden. An einem gesunden und gepflegten Fuß wirkt außergewöhnlicher Fußschmuck noch mal so schön.

Indischer Bollywood-Style im Trend

Fußkettchen, Fußreifen oder Zehenringe im indischen Bollywood-Style liegen derzeit voll im Trend. Wem rasselnde Fußglöckchen zu üppig sind, hat die Wahl zwischen einer Vielzahl filigran gearbeiteter Schmuckstücke im Indien-Look. Mit exotischem Flair begeistern Occhi-Fußbänder, die von den Fußgelenken über den Fußrücken bis zu den Zehen reichen. Ein effektvoller Fußschmuck, der im Sommer in Barfußsandalen ein einzigartiges Highlight kreiert. Aber auch indisch inspirierte Fußkettchen mit ornamentalen Anhängern und breite Zehenringe mit eindrucksvollen Intarsien begeistern Liebhaber des Fußschmucks. Besonders romantisch sind zarte Bänder aus Stahlseide, die mit schimmernden Perlen verziert sind.

Ob indisches Occhi-Fußband oder zartes Silberkettchen – Fußschmuck ist im Sommer ein zauberhafter Anblick und verleiht den Füßen ein modisches Outfit mit Hinguckergarantie.

 

Foto: © NH7 – Fotolia.com

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